Zitronen-Melissen-Sirup

Mein Kräutergarten steht in voller Pracht und ich habe noch nicht wirklich etwas geplant mit all dem gesunden Gewächs. Und das Ende Mai – geht ja gar nicht! Also habe ich ein altes Rezept rausgesucht, das ich seinerzeit in der Woman entdeckt habe. Die Zitronenmelisse habe ich vor drei Jahren selbst gezogen, und es ist ein Wahnsinn, wie sie nun jedes Jahr wieder wächst und gedeiht! Einen grünen Daumen habe ich ja wahrlich nicht, bei mir überlebt tatsächlich nur Hartgesottenes. Das bedeutet, dass die Zitronenmelisse scheinbar „unkaputtbar“ ist – beste Voraussetzungen also! Hier aber nun die Anleitung zu leckerem Zitronenmelissensirup!

Ihr braucht: 2 große Bund Zitronenmelisse, 4 Bio Zitronen, 2,5 l Wasser, 2,5 kg Zucker, 30 g Zitronensäure, großes Einweckglas (ich habe einen 5 l Behälter gewählt)

Zitronenmelisse waschen, Zitronen ebenso, diese in Scheiben schneiden und mit den Blättern in den gut gereinigten und heiß ausgespülten Behälter geben. Wasser und Zucker aufkochen, mind. 15 min zu Sirup einkochen. Zitronensäure darin auflösen. Sirup über Blätter und Zitronen gießen, Glas luftdicht verschließen und ca. 3 Tage ziehen lassen. Blätter entfernen, Zitronen gut auspressen. Flüssigkeit durch sehr feines Tuch gießen. Sirup nochmals aufkochen, in vorbereitete Fläschchen füllen und gut verschließen. Eignet sich auch super als Mitbringsel 🙂

Topfen-Mascarpone Strudel

Und wieder mussten ein paar „Überbleibsel“ im Kühlschrank weg! Etwas Mascarpone, eine halbe Packung Topfen, und Blätterteig kurz vor dem Ablaufdatum. Was also machen? Hmmm, da musste Kreativität her. Und es ist wirklich toll geworden, dieses kalorienreiche Ergebnis 🙂

Ihr braucht: 1 Pkg. Blätterteig, 125 g Topfen, 300 g Mascarpone, 3 EL Staubzucker, 1 EL Vanillezucker, 2 Eier (eines davon zum Bepinseln)

So wird’s gemacht: Backrohr auf 200° vorheizen. Topfen, Mascarpone, 1 Ei, Zucker und Vanillezucker gut verrühren bzw. mixen. Blätterteig einschneiden (an der kurzen Seite dritteln, Mittelstreifen ganz lassen, dann schräg nach außen Streifen einschneiden. Topfenmasse in der Mitte auftragen, die Streifen jeweils abwechselnd von links und rechts über die Masse schlagen. Enden verschließen, mit Ei bepinseln. Für 25 min ins Backrohr und mit Staubzucker bestreut servieren! Mmmmmhhhh….

Mohnstrudel

Ein klassischer Mohnstrudel – diesmal ausnahmsweise nach einem alten Rezept meiner Mama. Funktioniert auch wirklich immer, und schmeckt echt lecker, gerade, wenn es wie heute nicht ganz so warm ist. Einfach herrlich zum Kaffee 🙂

Man nehme: 500 g Mehl glatt, halber Würfel Germ, 1/4 l lauwarme Milch, 60 g Butter handwarm, 60 g Kristallzucker, 2 Eier, 1 TL Salz, etwas abgeriebene Zitronenschale; Für die Fülle: 250 g Mohn gemahlen, 250 ml Milch, Zitronenschale, 1 EL Rum, 150 g Zucker, etwas Marillenmarmelade.

Teigzutaten gut verkneten, etwa eine halbe Stunde rasten lassen. Rohr auf 160° vorheizen. Teig rechteckig ausrollen. Für die Fülle Milch aufkochen und restliche Zutaten untermengen. Fülle gleichmäßig auf dem Teig verteilen, einrollen und mit der Nahtseite nach unten auf das mit Backpapier belegte Backblech legen. Strudel mit verquirltem Ei bestreichen, für rund eine halbe Stunde auf mittlerer Schiene backen (Teig sollte gut goldbraun sein). Mit Staubzucker bestreut servieren!

Pfirsich Kranz

Eine angebrochene Packung Topfen, eine Packung Blätterteig kurz vorm Verfallsdatum… was man damit macht? Einen Pfirsich-Kranz à la Billa. So oft ist mir das Video schon auf Facebook untergekommen, jedes Mal habe ich mir gedacht, ich sollte das auch mal probieren! Heute war es dann endlich so weit, und ich muss sagen, wenn das so schmeckt, wie es aussieht – na holla! Und es duftet auch so herrlich!!

Was ihr braucht: 180 g Topfen, 1 Dotter, 50 g Staubzucker,  1 kleine Dose Pfirsichspalten, etwas abgerieben Zitronenschale, wer will, fügt noch etwas Vanillezucker oder Puddingpulver dazu. 1 Ei zum Bepinseln und eine Packung Blätterteig brauchten wir auch noch!

Blätterteig oben und unten alle 10 cm einschneiden, jeweils schräg durchschneiden und einmal mittig, sodass lauter Dreiecke entstehen. auf Backpapier rundes Gefäß (10 cm) stellen, Dreiecke mit Spitzen nach aussen überlappend rund um Gefäß drapieren. Topfen, Zucker, Vanille, Zitronenschale und Dotter verrühren, auf überlappende Teigstellen streichen. Abgetropfte Pfirsichspalten gleichmäßig rundum auf der Creme verteilen, Gefäß entfernen. Teigspitzen nach innen schlagen, Kranz mit verschlagenem Ei bestreichen. Bei 200° ca. 20 min auf mittlerer Schiene backen, mit Staubzucker bestreut servieren.

Ein echter Hingucker!

Milchbrot-Zopf

So vielfältig, so verführerisch! Nicht nur zu Ostern schmeckt dieser fantastische Zopf hervorragend zum Kaffee! Die Kinder lieben ihn mit Marmelade, Honig oder einfach nur Butter, mir reicht er einfach so, wie er ist!

Das Rezept für diesen Leckerbissen findet ihr bei meinem persönlichen Back-Coach Carmen Glück unter „https://www.stoibergut.at/rezepte/germteig/“. Ich kann euch diese Seite nur empfehlen – und wer sich dieses Handwerk lieber selbst mal vor Ort ansehen will, dem sei geraten, einen von Carmens‘ tollen Kursen zu besuchen.

Hier bekommt man richtig Lust, sich selber an’s Backen zu machen – auch, wenn man sich das eigentlich nicht so richtig zugetraut hätte. Carmen reißt mit und erklärt so, dass es wirklich jeder versteht! Also – auf zum Stoibergut!

Erdbeermarmelade

Der Frühling lässt sich ja ganz schön bitten in diesem Jahr! Aber gut, dann holen wir ihn eben zwischendurch in unsere Küche, während er launisch vor sich hin regnet…

Ein ganz simples Rezept diesmal: für diese 7 Gläser habe ich 2 kg Erdbeeren zugeputzt und 1 kg Gelierzucker 2:1 untergemixt. Das ganz püriert und dann 9 min geköchelt. Dabei habe ich gelegentlich umgerührt.

Eingefüllt habe ich es in heiß ausgespülte Gläser, mit Rum habe ich sie nochmal durchgespült und dann die kochend heiße Marmelade eingefüllt. Ein Tropfen Rum 80% drauf und angezündet, dann gut verschlossen. Und nun ploppt es schön in meiner Küche 🙂

Kirschtarte

Der Auftrag lautete: etwas Fruchtiges bitte! Erdbeere hatten wir gerade, Pfirsichschnitten kannten die Gäste schon, Ananas gab es letztes Mal bei ihnen, Apfel ist irgendwie zu einfach, Birne mag ich nicht und ein belegter Obstkuchen macht irgendwie auch nicht so viel her. Was also tun…? Ich habe mal wieder in meinem lieben Tarte-Backbuch nachgeschlagen („Kuchen und Tartes“ aus dem Moewig-Verlag). Dort bin ich auf die Kirschtarte gestossen. Es ist zwar grade keine Kirschensaison, aber eingelegte Kirschen gehen im Notfall auch mal. Und ich muss sagen, der Kuchen ist erstens richtig gut angekommen und zweitens war ich selber begeistert vom Ergebnis! Aber seht selbst:

Ihr braucht: 1/4 kg Mehl, 65 g Staubzucker, Prise Salz, 150 g kalte Butter in kleinen Stücken, 1 Ei, 2 EL Obers, Backerbsen oder Hülsenfrüchte. Aus diesen Zutaten entsteht der Mürbteig. Für die Fülle: 350 g Sauerrahm, 125 g Frischkäse, 1 TL Zitronenschale, 3 Eigelb, 100 g Rohrzucker, 3/4 TL Zimt, 1 1/2 EL Kirschlikör oder wahlweise Kirschsaft, 3/4 kg entsteinte Kirschen

Aus den Mürbteigzutaten fertigt ihr einen kompakten Teig, den stellt ihr dann mind. 30 min kalt. Fettet eine Tarteform ein und rollt den Teig dann entsprechend groß aus, so dass ihr auch noch einen Rand formen könnt. Ausrollen geht am einfachsten zwischen zwei Stück Frischhaltefolie. Die Form mit dem Teig auslegen und mit Alufolie bedecken. Darauf kommen die Backerbsen bzw. Hülsenfrüchte. Tarte bei 200° 5 min blindbacken, dann auf 190° reduzieren und nochmal etwa 10 min weiterbacken. Der Teig soll goldbraun sein, nicht zu dunkel!!  Teig etwas abkühlen lassen und die Füllung vorbereiten. Das Rohr inzwischen auf 190° belassen oder neu erhitzen. Sauerrahm, Frischkäse, Zitronenschale, Eigelb, Zucker, Zimt und Saft oder Likör cremig aufschlagen. Auf dem vorgebackenen Teig verteilen und mit Kirschen gleichmäßig belegen. Etwa 40 min backen – die Fülle sollte goldgelb werden. Abgekühlt servieren.